Mein Weg zur GLÜCKS*GEBURT

Zwei Schwangerschaften und Geburten in Rio de Janeiro/ Brasilien

Ich habe zwei Söhne in Rio de Janeiro/ Brasilien bekommen, dem Land mit der höchsten Kaiserschnitt-Rate der Welt (über 90%!). Viele Ärzte weigern sich offen, Normalgeburten durchzuführen. Diejenigen, die sie machen, intervenieren so, dass in ihrem Verlauf oft doch ein Kaiserschnitt notwendig wird. Hebammen gibt es fast keine, der eigene Frauenarzt führt in den privaten Krankenhäusern die Geburt durch. Diese Formulierung zeigt bereits die Machtlosigkeit der Frau. Geburtsvorbereitungskurse wie in Deutschland gibt es gar nicht.

Die Geburt meines ersten Sohnes führte mich auf einen anderen Weg

Bei der Geburt meines ersten Sohnes Leo habe ich mich auf mein Glück im Sinne des Zufalls verlassen. Ich hoffte während meiner Schwangerschaft, dass schon alles gut gehen würde und wollte so gerne dem Arzt vertrauen, der unsere Geburt leitete. Leider hatten wir kein "Glück". Es wurde zwar kein Kaiserschnitt, aber eine normale (nicht natürliche!) Geburt mit vielen Interventionen: halbstündige Muttermundmessungen, bei denen der Muttermund vom Arzt unter enormen Schmerzen geweitet wurde, künstliches Zerplatzen der Fruchtblase, Oxytozin-Tropf, ungewollte Periduralanästhesie,  Episiotomie und das gewaltsame Herausdrücken meines Babys durch einen Arzt. Ich bekam nicht mit, wie Ronaldo die Nabelschnur durchschnitt, die mich mit meinem Baby neun Monate verbunden hat und sah das in vielen Kulturen als heilig angesehene Organ Plazenta nicht, welche für das Wachsen meines Kindes im Bauch eine so fundamentale Rolle spielte und nun einfach in den Müll geworfen wurde. Ronaldo fühlte sich ohnmächtig, während er, mich in ohnmächtigem Schmerz in dem winzigen Zimmer beobachtend, nicht wusste, wie er mir helfen könnte. In der Folge verdrängte er dieses Erlebnis für sich, während ich lange Zeit das Gefühl vermisste, Leo wirklich geboren zu haben. Mir fehlte das Gefühl, das einfach betäubt wurde. Ich fühlte mich betrogen um die Erfahrung, natürlich zu gebären, wo ich mir doch sicher war, dass ich es hätte schaffen können.
Den GlücksGeburts-Weg gesucht, gefunden und realisiert

Bei der Geburt meines ersten Sohnes Leo habe ich mich auf mein Glück im Sinne des Zufalls verlassen. Ich hoffte während meiner Schwangerschaft, dass schon alles gut gehen würde und wollte so gerne dem Arzt vertrauen, der unsere Geburt leitete. Leider hatten wir kein "Glück". Es wurde zwar kein Kaiserschnitt, aber eine normale (nicht natürliche!) Geburt mit vielen Interventionen: halbstündige Muttermundmessungen, bei denen der Muttermund vom Arzt unter enormen Schmerzen geweitet wurde, künstliches Zerplatzen der Fruchtblase, Oxytozin-Tropf, ungewollte Periduralanästhesie,  Episiotomie und das gewaltsame Herausdrücken meines Babys durch einen Arzt. Ich bekam nicht mit, wie Ronaldo die Nabelschnur durchschnitt, die mich mit meinem Baby neun Monate verbunden hat und sah das in vielen Kulturen als heilig angesehene Organ Plazenta nicht, welche für das Wachsen meines Kindes im Bauch eine so fundamentale Rolle spielte und nun einfach in den Müll geworfen wurde. Ronaldo fühlte sich ohnmächtig, während er, mich in ohnmächtigem Schmerz in dem winzigen Zimmer beobachtend, nicht wusste, wie er mir helfen könnte. In der Folge verdrängte er dieses Erlebnis für sich, während ich lange Zeit das Gefühl vermisste, Leo wirklich geboren zu haben. Mir fehlte das Gefühl, das einfach betäubt wurde. Ich fühlte mich betrogen um die Erfahrung, natürlich zu gebären, wo ich mir doch sicher war, dass ich es hätte schaffen können.

© 2015 by GLÜCKS*GEBURT (Doreen Mehner)

  • b-facebook
  • b-tbird